Pfannmüller, Hermann. SS-arts. Geboren 8. Juni 1886 in München; gestorben 10. April 1961, war ein deutscher Psychiater und Neurologe zur Zeit des Nationalsozialismus und als T4-Gutachter direkt als Täter an Euthanasieverbrechen beteiligt. Pfannmüller studierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn bis 1911 Medizin unter Emil Kraepelin und promovierte mit der Dissertation Beeinflussung des N-Stoffwechsels im Infektionsfieber durch abundante Kohlehydratzufuhr an der Poliklinik München 1913 zum Dr. med. Ab 1913 arbeitete er in den Nassau’schen Heil- und Pflegeanstalten Weilmünster im Beamtenverhältnis. Von Oktober 1916 bis 1920 war Pfannmüller in der Heil- und Pflegeanstalt Homburg als Anstaltsarzt tätig. Anschließend arbeitete Pfannmüller als Anstaltsarzt in der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach. Dort trat er erstmals 1922 der NSDAP bei und war in Ansbach als Kreisleiter der Partei tätig. Ab 1930 war Pfannmüller Oberarzt und stellvertretender Direktor in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren unter Valentin Faltlhauser. Pfannmüller wurde 1930 zum Medizinalrat I. Klasse befördert und trat der NSDAP im Mai 1933 erneut bei. Er trat als Gauredner auf und fungierte als Sturmbannarzt der SA. Ab 1936 war er als ehrenamtlicher Gauamtsleiter der Abteilung „Alkohol- und Rauschgiftbekämpfung“ am Gesundheitsamt Augsburg tätig. Ab dem 1. Februar 1938 war Pfannmüller Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar bei München und bekleidete diese Funktion bis Anfang Mai 1945. Schreiben Werner Heydes an den Gutachter Hermann Pfannmüller vom 12. November 1940 Pfannmüller, fanatischer Nationalsozialist und Verfechter der „Rassen- und Erbbiologie“, nahm am 10. August 1939 an einer Besprechung zur Durchführung der Euthanasieaktion teil. Ab Oktober 1939 ließ er mittels Meldebögen 1119 Patienten aus Eglfing-Haar erfassen, von denen 25 im Januar 1940 die ersten Opfer der Aktion T4 wurden. Zwischen dem 18. Januar 1940 und dem 20. Juni 1941 wurden 2025 Menschen über die Anstalt Eglfing-Haar in die Tötungsanstalt Grafeneck und die Tötungsanstalt Hartheim überstellt und dort ermordet. Im Januar 1943 wurden in Eglfing-Haar zwei sogenannte Hungerhäuser eingerichtet, in denen 440 Patienten mittels Mangelernährung, die durch den sogenannten Hungerkost-Erlaß von Walter Schultze verordnet worden war, getötet wurden. Weitere Patienten wurden mit überdosierten Schlafmitteln ums Leben gebracht. Ab Oktober 1940 war der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar die bayernweit erste „Kinderfachabteilung“ angegliedert, wo Pfannmüller im Rahmen der Kinder-Euthanasie 332 Kinder durch Luminal- oder Morphin-Scopolamininjektionen ermordete beziehungsweise dies veranlasste. Ab dem 17. November 1939 war Pfannmüller als T4-Gutachter und beurteilte anhand der Meldebögen der Patienten anderer Anstalten diese „lebenswert“ oder „lebensunwert“. Pfannmüller setzte seine Gutachtertätigkeit auch nach dem Ende der Aktion T4 fort, so wurde er noch am 8. Februar 1944 als Begutachter bei der „Zentraldienststelle T4“ geführt. Über 4.000 Meldebögen begutachtete Pfannmüller und sprach Tötungsempfehlungen in mehreren tausend Fällen aus. Pfannmüller wurde am 2. Mai 1945 in Eglfing-Haar nach dem Einmarsch der US-Army verhaftet und interniert. Im Mai 1947 sagte Pfannmüller als Zeuge für die Verteidigung während des Nürnberger Ärzteprozesses aus. Vor dem Schwurgericht München wurde 1949 gegen Pfannmüller wegen der Euthanasieverbrechen verhandelt. Der Verfahrensgegenstand beinhaltete seine Gutachtertätigkeit im Rahmen der Aktion T4, die Überstellung von Patienten in die Tötungsanstalten, die Einrichtung sogenannter Hungerhäuser und die Tötung so genannter „Reichsausschusskinder“ durch Injektionen und Luminalgaben. Pfannmüller wurde im im November 1949 wegen Totschlag beziehungsweise Beihilfe zum Totschlag zu sechs Jahren Haft verurteilt. Für die Einrichtung der Hungerhäuser wurde er dagegen nicht bestraft, weil ihm das Gericht damals nicht nachweisen konnte, dass Menschen zu Tode kamen. Durch eine auf Antrag Pfannmüllers durchgeführte Revision des Urteils wurde das Verfahren Mitte März 1950 vom Bayerischen Obersten Landesgericht aufgehoben und zurückverwiesen. Das Schwurgericht am Landgericht München I verurteilte Pfannmüller schließlich am 15. März 1951 zu einer Gesamtstrafe von fünf Jahren Haft unter Anrechnung der Internierungs- und Untersuchungshaft. Ein Zeuge namens Ludwig Lehner, der die Umstände in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar anlässlich einer Führung 1939 mitbekam, sagte nach Kriegsende folgendes aus:
„In etwa 15-25 Kinderbettchen lagen ebenso viele Kinder von ungefähr 1-5 Jahren. Pfannmüller explizierte in dieser Station besonders eingehend seine Ansichten. Folgende zusammenfassende Aussprüche dürfte ich mir ziemlich genau gemerkt haben, da sie entweder aus Zynismus oder Tölpelhaftigkeit erstaunlich offen waren. Diese Geschöpfe (gemeint waren besagte Kinder) stellen für mich als Nationalsozialisten nur eine Belastung unseres Volkskörpers dar. Wir töten (er kann auch gesagt haben ‚wir machen die Sache‘) nicht durch Gift, Injektionen usw., da würde die Auslandspresse und gewisse Herren in der Schweiz (gemeint war wohl das Rote Kreuz) nur neues Hetzmaterial haben. Nein, unsere Methode ist viel einfacher und natürlicher, wie sie sehen. Bei diesen Worten zog er unter Beihilfe einer mit der Arbeit in dieser Station scheinbar ständig betrauten Pflegerin ein Kind aus dem Bettchen. Während er das Kind wie einen toten Hasen herumzeigte, konstatierte er mit Kennermiene und zynischem Grinsen so etwas wie: Bei diesem z.B. wird es noch 2 - 3 Tage dauern. Den Anblick des fetten, grinsenden Mannes, in der fleischigen Hand das wimmernde Gerippe, umgeben von den anderen verhungernden Kindern kann ich nimmer vergessen. Weiterhin erklärt der Mörder dann, dass nicht plötzlicher Nahrungsentzug angewandt werden würde, sondern allmähliche Verringerung der Rationen.“
Dr. Pfannmüller, als Zeuge vernommen, bezeichnete den Bericht Lehners als wahrscheinlich nachträgliche Konstruktion eines Gegners und erklärte dazu: Selbst wenn dieses Kind euthanatisch zu beurteilen gewesen ist, würde ich dieses Kind niemals vom Standpunkt des Nationalsozialismus aus in der Frage der Beurteilung gesehen haben, denn die Euthanasie und auch die Dinge des Reichsausschusses haben, meines Erachtens, mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun, sondern sie sind, ebenso wie das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses und das Ehegesundheitsgesetz, gesetzliche Maßnahmen, die unter dem nationalsozialistischen Regime geboren worden sind, deren Ursache aber auf Jahrhunderte schon vorher in der Denkungs- und Überlegungsart zurückgehen.“
In den Prozessen und gegenüber Familienangehörigen bestritt Pfannmüller, der für über 3000 Todesfälle verantwortlich war, seine Beteiligung an den Euthanasieverbrechen. Hermann Pfannmüller starb knapp 75-jährig im April 1961.
Bron: Wikipedia.

Helen SS-verpleegster.

Pflaum, Hans. SS-bewaker. Elke twee á drie weken selecteerden de kampcommandant Suhren, bijgestaan door SS-Obersturmführer Johann Schwarzhuber en Arbeitsführer
Hans Pflaum de zieke en zwakke vrouwen voor het zogenaamde Transport nach Mittwerda (in Ravensbrück de SS-codenaam voor vergassen; het kamp Mittwerda bestond niet). De vrouwen moesten hun rok tot op hun heupen optillen en vervolgens voor hen en de SS-bewakers heen en weer rennen. Vrouwen met gezwollen voeten, verwondingen, littekens of die simpelweg te ziek of te zwak waren om te rennen, werden geselecteerd voor een “herstellingsperiode” in het Jugendschutzlager Uckermarck. Deze “herstellingsperiode” betekende feitelijk opgesloten worden in een afgesloten barak, zonder voedsel en medische hulp tot de dood erop volgde. De meeste van de geselecteerde vrouwen kwamen echter nooit in Uckermarck aan, maar werden vergast in speciaal daarvoor omgebouwde vrachtwagens. De uitlaat van de vrachtwagen werd direct op het luchtdicht gemaakte laadgedeelte aangesloten. Vervolgens werd de motor gestart, waarna het vergassen ongeveer vijftien tot twintig minuten duurde. Eén van deze vrachtwagens was een buitgemaakte sanitairvrachtauto van het Nederlandse leger. De vergassingsvrachtwagens hadden van de gevangenen de bijnaam “Groene Mina” gekregen.

Spoerry, Anne. Kapo. Born 13 May 1918, died 2 February 1999, was a French-born physician, based for most of her career in Kenya as a "flying doctor" affiliated with Amref Health Africa.
Anne Marie Spoerry was born in Cannes, France, the daughter of Henry Spoerry and Jeanne Schlumberger. Her brother was architect François Spoerry. As a girl she attended the Francis Holland School in London. While she was still in medical school in Paris, she joined the French resistance during World War II. She was arrested in 1943, and spent some time in the German Ravensbrück concentration camp for her activities. Spoerry's actions at the camp have been controversial; known as “Dr. Claude,” she became a friend and possibly a lover of her bloc's notorious kapo, Carmen Mory, and she has been accused of torturing the prisoners. After World War II, Spoerry finished her studies in tropical medicine at the University of Basel. However, she has also been charged by the Central Registry of War Criminals and Security Suspects, and subsequently she was tried in both a court in Switzerland and a military tribunal in Paris for complicity in crimes on prisoners including torture; she was found not guilty. A Free French Forces “Court of Honour” in Paris in 1946 did, however "found Spoerry guilty of impersonating a doctor, being a traitor to the French and bringing shame on France through inhumane behaviour. She was disbarred from the Free French Forces and exiled from France for 25 years."
Spoerry departed France in 1948, first finding work as a doctor at a women's hospital in Yemen, and eventually settling in the Kenyan highlands, where she lived on a cooperative farm and practiced medicine. She also founded the first Girl Guides troop in the region. At Kenyan independence, she decided to stay and purchased a small farm. In her forties, Spoerry learned to pilot a small plane so that she could practice medicine over a wider rural area, and reach island populations.[7] In 1963 she became the first female member of the AMREF "Flying Doctors," delivering babies and administering vaccines along with other medical care. In her work, she also carried mail and basic supplies to remote locations.[8][9] Richard Leakey praised Spoerry's work, saying, "She probably saved more lives than any other individual in east Africa - if not the whole continent." Spoerry's memoir, On m'appelle Mama Daktari, was published in French in 1994. Spoerry died in 1999, age 80, after a stroke in Nairobi; she was buried on the island of Lamu. A team of seaborne doctors and veterinarians in the same archipelago named their project for Spoerry. In 2018 author and researcher John Heminway published a biography of Spoerry, which examined in detail her wartime activities and then her work in Africa. His research also shed light on Spoerry's controversial World War II past. Bron: Wikipedia.

Blosen, Georg. SS-chauffeur.

Moll, Otto Hermann Wilhelm. SS-bewaker.  Born 4 March 1915, hanged 28 May 1946, was a sadistic SS non-commissioned officer who was executed for atrocities he committed while working at Auschwitz concentration camp during the Second World War. The SS-Hauptscharführer, who held the rank of Quartermaster Sergeant, is said to have personally killed thousands of innocent victims (over 20 thousand according to some reports) during his time at Birkenau.
Moll was born in Hohen Schönberg, Germany, on 4 March 1915. He trained as a gardener before joining the SS on 1 May 1935 (serial number 277670). Moll joined the SS-Totenkopfverbände, the SS Death's Head Units responsible for administering the Nazi concentration camps and extermination camps for Nazi Germany. One of his earliest jobs was a Kommandoführer in charge of a camp's gardeners' work detail. In May 1941, Otto Moll was transferred from the Sachsenhausen concentration camp to Auschwitz where he was put in charge of digging the mass graves. Over the next three and half years, Moll served in several staff roles at the camp. He soon became the director of employment services at the men's camp in Auschwitz II. In 1944, Moll oversaw all the crematoria in Birkenau. He also was a Lagerführer of the Fürstengrube subcamp in Wesola and the Gleiwitz I sub-camp. According to Auschwitz Kommandant Rudolf Höss, he and Moll were both decorated by Adolf Hitler with the War Merit Cross, First Class with Swords. He appears several times in the photo album belonging to Auschwitz commandant Karl-Friedrich Höcker that showed SS camp staff on leave at a retreat. Moll would say to his personnel: "Befehl ist Befehl!" ("An order is an order!") to justify his actions. An attitude that other defendants at the Nuremberg Trials also cited as a defence. Alter Feinsilber, a member of the Sonderkommando at Birkenau who worked for Moll, said at his war crimes trial: It happened that some prisoners offered resistance when about to be shot at the pit or that children would cry and then SS Quartermaster Sergeant Moll would throw them alive into the flames of the pit. Another Sonderkommando prisoner named Henryk Tauber testified: Hauptscharführer Moll was the most degenerate of the lot. Before his arrival at the camp, he was in charge of the work at the Bunkers, where they incinerated the gassed victims in pits. Then he was transferred for a while to another section. In view of the preparation necessary for the "reception" of convoys from Hungary in 1944, he was put in charge of all the crematoria. It is he who organized the large-scale extermination of the people arriving in these convoys. Just before the arrival of the Hungarian transports, he ordered pits to be dug alongside crematoria V and restarted the activity of Bunker 2, which had been lying idle, and its pits. In the yard of the crematory, there were notices on posts, with inscriptions telling the new arrivals from the transports that they were to go to the camp where work was waiting for them, but that first they had to take a bath and undergo disinfestation. For that, it was necessary for them to undress and put all their valuables in baskets specially placed for this purpose in the yard. Moll repeated the same thing in his speeches to the new arrivals. There were so many convoys that sometimes it happened that the gas chambers were incapable of containing all the new arrivals. The excess people were generally shot, one at a time and often by Moll himself. On several occasions, Moll threw people into the flaming pits alive. He also practised shooting people from a distance. He ill-treated and beat Sonderkommando prisoners, treating them like animals. Those who were in his personal service told us that he used a piece of wire to fish out gold objects from the box containing the jewels taken from new arrivals, and took them off in a briefcase. Among the objects left by the people who came to be gassed, he took furs and different types of food, in particular fat. When he took food, he said smilingly to the SS around him that one had to take advantage before the lean years came. Under his direction, the Sonderkommando was strengthened and increased to about 1000 prisoners. After Auschwitz-Birkenau was abandoned by the SS on 18 January 1945, Moll was transferred to a sub-camp of Dachau concentration camp. On 28 April 1945, a day before the Dachau camp was liberated by American troops, Moll arrived at the main camp with a group of prisoners he had forced on a death march. The next day he was captured and arrested. In November 1945, Moll was put on trial by an American Military Tribunal during the Dachau trials. Although the trial heard testimony from victims of The Holocaust about his brutality, Moll was only charged with one count of forcing prisoners on a death march in April 1945. He found guilty and executed by hanging at Landsberg am Lech prison on 28 May 1946. Bron: Wikipedia.

Sauer, Albert. SS officier. Geboren 17. August 1898 in Misdroy (Pommern); gestorben 3. Mai 1945 in Falkensee, war ein deutscher SS-Offizier und von 1938 bis 1939 der erste Lagerkommandant des KZ Mauthausen. Steinbruch „Wiener Graben“ (1941/42), Sauer, von Beruf Tischler, war ab 1931 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 862.698) und der SS (Mitgliedsnummer 19.180). Nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wurde er hauptamtlicher SS-Mitarbeiter.
Der Inspekteur für die Konzentrationslager Theodor Eicke protegierte im April 1935 Sauer zur Verwendung bei der SS-Wachtruppe des KZ Oranienburg. Ab dem 1. April 1936 hatte er die Lagerkommandantur des frühen KZ Bad Sulza inne. Zwischen dem 1. August 1937 und Mitte 1938 war Sauer Zweiter Schutzhaftlagerführer im KZ Sachsenhausen und gehörte damit zur „Wachtruppe Brandenburg“. In der Zeit zwischen dem 1. August 1938 und dem 1. April 1939 bekleidete er offiziell die Funktion des Kommandanten des damals noch in einem Provisorium im Steinbruch Wienergraben der Granitwerke Mauthausen untergebrachten Konzentrationslagers Mauthausen. Wegen Nachlässigkeit und zu großer Milde gegenüber den KZ-Häftlingen wurde Sauer im April 1939 des Dienstes enthoben. Albert Sauer wurde in weiterer Folge durch den seit 17. Februar 1939 nach Mauthausen abkommandierten SS-Sturmbannführer Franz Ziereis als Lagerkommandant abgelöst. Im Zeitraum von 1941 bis 1942 hatte er eine Dienststellung beim Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums. Von September 1942 bis April 1943 war Sauer erneut Schutzhaftlagerführer im KZ Sachsenhausen. Sauer war 1943 an der Auflösung vom Ghetto Riga beteiligt. Später war er zeitweise Lagerkommandant im KZ Riga-Kaiserwald, das im Juli 1944 geräumt wurde. Diese Aktion wurde im September 1944 abgeschlossen. Hierbei kam es, wie in Riga selbst, zu größeren Massakern an Häftlingen und Eingeschlossenen. Im Januar 1945 übernahm Albert Sauer im KZ Ravensbrück, den Posten als Vertreter des Lagerkommandanten Fritz Suhren und soll mit dem Aufbau einer Gaskammer beauftragt gewesen sein. Der seit November 1944 im KZ anwesende Rudolf Höß, der ehemalige Kommandant des KZ Auschwitz, koordinierte anschließend nach Fertigstellung der Gaskammer die Massentötungen. Höß und andere SS-Verbrecher setzten sich im Mai 1945 über die sogenannte Rattenlinie Nord nach Flensburg ab. Albert Sauer starb am 3. Mai 1945 unter ungeklärten Umständen im Berliner Vorort Falkensee.

Lucas, Franz Bernhard. SS-arts.  Born 5 September 1911 in Osnabrück, died  7 December 1994 in Elmshorn, was a German concentration camp doctor. Franz Lucas was the son of a butcher. After attending school in Osnabrück and Meppen, he passed his Abitur in 1933. He studied four semesters of Philology in Münster, and graduated in medical studies in Rostock and Danzip/Gdansk in 1942, where in the same year he was awarded his medical doctorate. From June 1933 to September 1934 he was a member of the SA, from May 1, 1937 in the NSDAP, and from November 15, 1937 in the SS (SS no. 350 030). In 1943 he reached the rank of SS First Lieutenant. In 1942 Lucas received a two-month training course under a leader contender in the Waffen-SS medical academy in Graz. After that, he was medical officer in Nuremberg and Belgrade. Because of "defeatist remarks" Lucas had to serve a short time in a probation unit. By letter of 27 September 1943, he was on 1 October 1943 Führungshauptamt - Office Group D - ordered to report to medical service of the Waffen SS in Berlin. As of December 15, 1943 he was transferred to the Office D III for Sanitation and Camp Hygiene of WVHA in Oranienburg, led by Enno Lolling. From mid-December 1943 to late summer 1944, Lucas was a camp doctor in I Auschwitz (Truppenarzt) and operating in the Auschwitz concentration camp (Gypsy camp, Theresienstadt family camp). Afterwards he had further short-term missions in the Mauthausen concentration camp in 1944, Stutthof concentration camp in 1944, Ravensbrück Concentration Camp in 1944 and Sachsenhausen in January 1945, where he served in March 1945 and appeared in Berlin with a letter of recommendation from a female Norwegian prisoner from the Ravensbrück concentration camp. Before the Battle of Berlin Lucas fled in April 1945 to the west. His colleague in Ravensbrück Percy Treite said during the first Ravensbrück process about him: "Dr. Lucas was not under my responsibility, he took part in selections for the gas chamber and in shootings. After disagreements with Dr. Trommer he went to Sachsenhausen and was sent as a punishment by all camps in Germany."  The reason for this disagreement with Treite was that Lucas and he issuing death certificates for deceased prisoners from the concentration camp Uckermark had, they would never take a close look denied. In addition, he was - Treite - been present at the first shootings, after he had denied his participation and Lucas had to take over its activities; but Lucas had denied after a few days. Immediately after the war, Lucas escaped the denazification process and immediately got a job at the city hospital in Elmshorn, first as a medical assistant, then as assistant medical director and finally as chief physician of the gynecological department. On learning of the charges against him, he lost his job in 1963 and worked in private practice.
During the Frankfurt Auschwitz trials held between 1963-1965, Lucas first denied having carried out selections, he also denied that he had authorised the use of Zyklon B in the gas chambers and had supervised the killings. Testimony statements contradicted his story. On the 137th day of the trial, one of the defendants gave evidence for the first time as a witness against a co-defendant in a concentration camp trial. Former SS guard Stefan Baretzki: "I was not blind when Dr. Lucas had selected on the ramp. ... Five thousand men, he sent them in half an hour, and today he wants to stand as a savior." Lucas now agreed that he had been involved in four selections but claimed he had been obeying orders & had conducted the selections against his will. The jury in Frankfurt found him guilty of selecting at least one thousand people in at least four separate selections and sentenced him on 20 August 1965 to a total of three years and three months imprisonment. On 26 March 1968, Lucas was released from custody. When the verdict was reviewed by the Federal Supreme Court on 20 February 1969 it was decided that the question of the "compulsion at the ramp" of Auschwitz must be rethought due to the positive character image of Lucas presented in the trial. On 8 October 1970, he was released. During these proceedings many prisoners spoke positively about Lucas, while the statements that led to his earlier condemnation were judged to be based on hearsay. Lucas was "involved in the extermination of human beings", but "did not deal with perpetrators, but only against his will", citing the so-called "putative emergency" according to § 52 StGB. Therefore, "no charge of guilt in the criminal sense" could be made. From 1970 to 30 September 1983, he again worked in his own private practice and died on 7 December 1994.

Clauberg, Carl. SS-arts.  Born Wupperhof (tegenwoordig deel van Leichlingen), 28 September 1898, died 9 August 1957, was a German gynecologist who conducted medical experiments on human subjects (mainly Jewish) at Auschwitz concentration camp. He worked with Horst Schumann in X-ray sterilization experiments at Auschwitz concentration camp.
Dr. Carl Clauberg „The beast“, Image by the expressionist artist Stefan Krikl from his series Doctors of Death, 1985
Carl Clauberg was born in 1898 in Wupperhof (now part of Leichlingen), Rhine Province, into a family of craftsmen.
During the First World War he served as an infantryman. After the war, he studied medicine and eventually reached the rank of chief doctor in the University gynaecological clinic. He joined the Nazi party in 1933 and later was appointed professor of gynaecology at the University of Königsberg. He carried out research on female fertility hormones (particularly progesterone) and their application as infertility treatments, obtaining a Habilitation for this work in 1937. He received the rank of SS-Gruppenführer of the Reserve. In 1942 he approached Heinrich Himmler, who knew of him through treatment of a senior SS officer's wife and asked him for an opportunity to perform mass sterilizations on women for his experiments. Himmler agreed, and in December 1942 Clauberg moved to Auschwitz concentration camp. His laboratory was in a part of the Block 10 in the main camp. Clauberg's goal was to find an easy and cheap method to sterilize women. He injected formaldehyde preparations into their uteruses-without anesthetics. His test subjects were Jewish and Romani women who suffered permanent damage and serious infections. Some of the subjects died because of the tests. Estimates of those who survived the sterilizations are around 700. Himmler wanted to know how much time it would take to sterilize 1000 Jewish women in that way. Clauberg’s answer was satisfactory: One doctor with 10 assistants should be able to conduct sterilization of few hundreds, or even few thousands, of Jews in one day. When the Red Army approached the camp, Clauberg moved to Ravensbrück concentration camp to continue his experiments on Romani women. Soviet troops captured him there in 1945. After the war in 1948, Clauberg was put on trial in the Soviet Union and was sentenced to 25 years in prison. In 1955, he was released (but not pardoned) by the Soviet Union, with the final group of about 10,000 POWs and civilian internees. He returned to West Germany, where he was reinstated at his former clinic based on his prewar scientific output. Bizarre behavior, including openly boasting of his "achievements" in "developing a new sterilization technique at the Auschwitz concentration camp", destroyed any chance he might have had of staying unnoticed. In 1955, after public outcry from groups of survivors, Clauberg was arrested and put on trial. He died before trial on August 9, 1957 in Kiel Germany. The Clauberg test is an obsolete bioassay to assess progestational activity based on the conversion of proliferative endometrium to secretory endometrium in immature rabbits.
Bron: Wikipedia.

Conrad, Arthur Albin. SS commandant.  Geboren 26. Juni 1910 in Deuben; gestorben 17. September 1948 in Hameln, war im Kommandanturstab des KZ Ravensbrück tätig. Arthur Conrad, von Beruf Schriftsetzer, war seit 1933 Mitglied der SS und ab 1937 der NSDAP. Ab September 1939 gehörte Conrad der Waffen-SS an. Er wurde 1942 gemeinsam mit Heinrich Schäfer vom Ersatzbataillon der SS-Division Totenkopf aus Warschau nach Ravensbrück versetzt. Von März 1942 bis zum April 1945 war er im Kommandanturstab des KZ Ravensbrück tätig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste sich Conrad für seine im KZ Ravensbrück begangenen Taten vor einem britischen Militärgericht im fünften der sieben Ravensbrück-Prozesse verantworten. Neben Erschießungen von Häftlingen wurde ihm die Teilnahme an einem Todesmarsch im April 1945 zur Last gelegt. Er wurde wegen der Erschießung von geschwächten Häftlingen, die dem Marschtempo nicht schritthalten konnten, am 15. Juli 1948 zum Tode verurteilt. Nach der Bestätigung des Urteils wurde Arthur Conrad am 17. September 1948 durch den Strang hingerichtet.

Schenk, Walter. SS-er. Geboren 27. Juni 1891 in Altena; gestorben unbekannt) leitete als Kommandoführer das Feuerwehr- und Krematoriumskommando des KZ Ravensbrück. Walter Schenk, von Beruf Maurer, war seit 1933 Mitglied der SS und der NSDAP. 1941 meldete sich Schenk freiwillig zum Lagerpersonal des KZ Ravensbrück und war dort zunächst als Schreiber eingesetzt. Später leitete er zudem das Kommando der Lagerfeuerwehr und des Kanalnetzes. Schenk hatte den Rang eines SS-Unterscharführers. Ab Mai 1944 unterstand ihm zusätzlich das Krematoriumskommando, wo er die Leichenverbrennungen überwachte. An den Vergasungsvorgängen war er aber nicht beteiligt: „Ich war niemals daran interessiert, zu wissen, auf welche Art und Weise die Menschen, die ich zu verbrennen hatte, umgekommen waren.“ Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste sich Schenk für seine im KZ Ravensbrück begangenen Taten vor einem britischen Militärgericht im fünften der sieben Ravensbrück-Prozesse verantworten. Wegen der Teilnahme an der Tötung alliierter Häftlinge wurde Schenk am 15. Juli 1948 zu zwanzig Jahren Haftstrafe verurteilt. Nach der Bestätigung des Urteils am 10. August 1948 kam Schenk in Haft. Er wurde am 3. August 1954 aufgrund einer Begnadigung aus der Haft entlassen. Über seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.
Ravensbrück, de daders-8.
Fotopagina-8.
w.mugge@home.nl


    
24-02-2020
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