Ravensbrück, de daders-7.
Boy-Brandt, Hildegard. „Krankenpflege war ein Kampf auf Leben und Tod. Wir standen dabei, helfen konnten wir nicht. Für schwere Verbrennungen wurden nur Papierbinden verwendet, die natürlich sofort durchnässt waren. Das Bemühen, Menschen durch die Manipulation von Listen für den Transport in die Todeslager] vor der Vernichtung zu retten, ist das, was wir bei diesem schändlichen Handwerk für uns buchen konnten. Die Kranken kamen oft nur zum Sterben ins Revier. Viele sind beim Warten gestorben.“ Diese Zeilen verfasste Hildegard (Hilde) Boy-Brandt (1909-1973) 1945, kurz nach ihrer Befreiung aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Der zwölfseitige Bericht über ihre Tätigkeit als Häftlingspflegerin ist im Archiv der Mahn- und Gedenkstätte aufbewahrt. In den frühen 1930er-Jahren hatte sich Hilde Boy einer kommunistischen Gruppe angeschlossen, die Industriespionage für die Sowjetunion betrieb. 1933 entwickelte sich daraus eine Geheimorganisation, deren Aufgabe es unter anderem war, Rüstungsprogramme auszuspionieren, die sich potenziell gegen die Sowjetunion richten konnten. SS verpflichtete Häftlinge in Krankenbehandlung und -pflege zu arbeiten
Boy hatte ihr Parteibuch bereits 1931 abgegeben, um möglichst unauffällig agieren zu können und war so für diese Arbeit prädestiniert. Am 3. September 1935 verhaftete die Gestapo Hilde Boy am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg, sie wurde zu einer Zuchthausstrafe von sechs Jahren verurteilt. Nachdem sie diese verbüßt hatte, nahm die Gestapo sie in „Schutzhaft“. Am 21. März 1942 wurde Hilde Boy in das KZ Ravensbrück eingeliefert und dort als Pflegerin im Krankenrevier eingeteilt. In fast allen Zwangslagern des nationalsozialistischen Regimes gab es eine rudimentäre Versorgung von Kranken oder Verletzten in Krankenstationen, die „Krankenstuben“ oder, wie in Ravensbrück, „Krankenreviere“ genannt wurden. Behandlung und Pflege inhaftierter Patientinnen und Patienten leisteten in den Konzentrationslagern im Wesentlichen Funktionshäftlinge, die die SS dazu verpflichtete. Die SS stellte Ärztinnen und Ärzte sowie Pfleger und Krankenschwestern als Vorgesetzte. Die in den Krankenrevieren tätigen Häftlinge profitierten von diesem Einsatz. Ihre Chancen, die Lager zu überleben, erhöhten sich durch eine bessere Ernährung und Unterbringung. Gleichzeitig sahen sie sich mit der überaus problematischen Situation konfrontiert, dass die Erkrankungen und Verletzungen aufgrund der unzureichenden Ausstattung der Krankenreviere kaum geheilt werden konnten. Diese Verhältnisse stürzten sie in unausweichliche Dilemmata - oft in Entscheidungen über Leben und Tod. Diesen moralischen Dilemmata widmete sich ein von der Bundeskulturstiftung und drei Ministerien gefördertes Forschungsprojekt des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF e. V.) in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Ella Lingens, österreichische Häftlingsärztin in Auschwitz, bringt die moralische Not des medizinischen Häftlingspersonals auf den Punkt: „Soll ich die wenigen herzstärkenden Injektionen, die zur Verfügung standen, einer Schwerkranken geben, die dann vielleicht doch stirbt? Oder soll ich sie auf zwei leichter Erkrankte aufteilen, die aber vielleicht auch ohne diese medikamentöse Hilfe genesen könnten? Soll ich eher einer Mutter mit vielen Kindern helfen oder einem jungen Mädchen, das das Leben noch vor sich hat?“ Häftlinge, die in den Krankenrevieren arbeiteten, bewegten sich auf einem schmalen Grat zwischen der erforderlichen Kooperation mit den SS-Angehörigen und der Aufgabe, die Situation der Patienten unter den gegebenen Umständen gleichwohl zu erleichtern. Die klassischen humanitären und ärztlichen Prinzipien waren unter den Lagerbedingungen kaum zu erfüllen. Die Arbeit in den Häftlingskrankenrevieren konnte und wollte die SS nicht allein leisten, vor allem galt es, Ansteckungen zu vermeiden. Damit begann der erweiterte Zwangseinsatz von Häftlingen: „Funktionshäftlinge“ arbeiteten als Ärztinnen und Ärzte, als Schwestern und Pfleger, in der Bade- und Entlausungskolonne und in den Laboren. Auch als Schreibkräfte und Dolmetscherinnen, als Blockälteste, die in den Revierbaracken für Ordnung und Disziplin verantwortlich waren, wurden KZ-Häftlinge eingesetzt. Laut einer Zeugenaussage der NS-Oberschwester Elisabeth Marschall beim ersten Ravensbrück-Prozess in Hamburg sollen im Frauen-KZ Ravensbrück 1945 über 380 inhaftierte Frauen im Sanitätsbereich gearbeitet haben. Während des Zweiten Weltkrieges entwickelten sich die Krankenreviere zu Orten des Tötens. Kranke wurden gezielt vernachlässigt, selektiert und ermordet, wenn sie in den Augen der SS nicht mehr arbeitsfähig waren. Und sie wurden Opfer von Humanexperimenten, die SS-Mediziner und -Medizinerinnen unter Missachtung medizinisch-ethischer Grundsätze durchführten, darunter Versuche über die Wirkung von Sulfonamiden. Die Patienten wurden nicht über die Hintergründe und Folgen der Eingriffe aufgeklärt. Zwischen Juli 1942 und August 1943 gab es zwei Versuchsreihen: Bei sogenannten Infizierungsoperationen wurden Versuchspersonen die Waden aufgeschnitten und die entstandenen Wunden mit Holz- und Glassplittern infiziert. Die zweite Versuchsreihe mit aseptischen Operationen war in Knochen-, Muskel- und Nervenexperimente unterteilt. Die ärztlichen Leiter wollten mit beiden Experimenten den Einsatz von Sulfonamiden und chemotherapeutischen Mitteln testen. Veranlasst hatte die Versuchsreihen SS-Brigadeführer Prof. Dr. Karl Gebhardt im Juli 1942. Zu diesem Zeitpunkt führte die Ärzteschaft heftige Diskussionen über den Nutzen des Einsatzes von Sulfonamiden und chemotherapeutischen Medikamenten bei der Behandlung von Kriegsverletzten, um die Folgen von Gasbrand zu therapieren. Mit wenigen Ausnahmen waren die inhaftierten Ärztinnen und Schwestern an medizinischen Experimenten nicht direkt beteiligt. Bisweilen mussten sie jedoch bei Eingriffen assistieren, besonders ab 1942, als der SS-Arzt Dr. Rolf Rosenthal Zwangsabtreibungen bei Frauen vornahm, die wegen verbotenen Umgangs mit Fremdarbeitern ins KZ verschleppt worden waren. Auch die Häftlingsschwester Cécile Goldet erlebte solche Sterilisation mit: „Zum Zeitpunkt der Sterilisation von Frauen (nach dem ersten Versuch durch Kauterisation ...) wurden Sterilisationen durch OPs vorgenommen. Man setzte mich in meiner Abteilung (Block 9 Chirurgie) für Frauen und sogar Kinder mit offenen Bäuchen ein, die nach der Operation nicht genäht wurden.“  Die Gynäkologin Cécile Goldet hatte sich nach der Besetzung Nordfrankreichs durch die Wehrmacht der Résistance angeschlossen. Die Maquisards um Goldet agierten in einem Gebirgsstock in den westlichen Alpen. Cécile Goldet war hier in einem Höhenlazarett als Ärztin tätig. Ende Juli 1944 griffen deutsche Truppen die Gegend an: Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, 639 Widerstandskämpfer und -kämpferinnen und 201 Zivilpersonen starben. Auch das Lazarett wurde erobert und Cécile Goldet in das KZ Ravensbrück verschleppt. Sie wurde im Revier des Lagers als Krankenschwester eingesetzt, zunächst in der Chirurgie, dann in der Scharlachabteilung und in der Abteilung Diphtherie, zuletzt in der Inneren Abteilung. Den Kranken helfen konnten die Häftlingsärztinnen und -ärzte sowie die Häftlingspflegerinnen und -pfleger oft nur, indem sie die Verbote und Vorschriften der SS übertraten. Cécile Goldet berichtet: „Abends nach Arbeitsschluss] habe ich meine ,Privatkundschaft’. Durch das Fenster reiche ich heimlich ein paar Aspirin, aus der Apotheke geklaut, und wie eine Blinde, mit einem langen Stock, gekrönt mit einem Tupfer Trypaflavin gegen Viren und Bakterien], bewaffnet, pinsele ich die schmerzenden Kehlen all derer, die während des Arbeitstages die von Schnee oder Regen nass gewordene Kleidung während des langen Appells anbehalten mussten.“ Bron: Der Tagesspiegel.

Kersten
, Felix. Masseur van Himmler. Born 30 September 1898, died 16 April 1960, was the personal physical therapist of Heinrich Himmler. Kersten used his contacts with Himmler to help people persecuted by Nazi Germany. Kersten was born in a Baltic German family in Tartu (Dorpat), Imperial Russia, now called Tartu, in Estonia. During the First World War he fought in the German Army and arrived in Finland in April 1918 with the German forces that intervened in the Finnish Civil War. Kersten served for a while in Suojeluskunta, was granted Finnish citizenship in 1920, and in September 1921 was commissioned as a 2nd Lieutenant (vänrikki) into the Finnish Army. After his return to civilian life, Kersten remained in Helsinki, where he studied therapy with the specialist Dr Colander, and after two years was awarded a certificate in physical therapy. He then left for Berlin, where he continued his studies and eventually became the pupil of a notable Chinese therapeutic masseur, Dr Ko, whom he had met at a dinner party. In 1925, Ko told Kersten "You have learned all I can teach you." He then turned his practice over to Kersten and retired to Tibet. Kersten had a number of influential patients, among them Prince Hendrik of the Netherlands (after 1928) and Benito Mussolini’s son-in-law, the Italian Foreign Minister Count Ciano. Kersten accepted Heinrich Himmler's request to become his personal physical therapist, writing later that he feared for his safety if he had refused. He was able to alleviate Himmler’s severe stomach pains with his skills and gained his trust. Kersten used this trust to obtain pardons and the release of underground prisoners, labor camp inmates, homosexuals and others. During the War, Kersten also provided information to the OSS, predecessor of the CIA.
Towards the end of the War, Kersten arranged a meeting between Himmler and Norbert Masur, a member of the Swedish branch of the World Jewish Congress, in Hartzwalde, a few miles from Ravensbrück concentration camp. As a result, Himmler agreed to spare the lives of the remaining 60,000 Jews left in Nazi concentration camps days before their liberation by the Allies. In December 1945, the World Jewish Congress presented Kersten with a letter thanking him for helping to save Jewish concentration camp victims. In his post-war memoirs Kersten takes credit for saving, among others, the whole Dutch people from forced deportation to Nazi-occupied Eastern Europe. In January 1950, the Dutch monarchy awarded him the Order of Orange-Nassau on this account. However a later investigation by Dutch historian Louis de Jong concluded that the mass deportation plan had not existed and that many of Kersten's documents were fabricated. The Swedish archives testify that Kersten was intermediary between Himmler and Count Folke Bernadotte in the negotiations that led to the rescue operation 'The White Buses', saving hundreds of Norwegians and Danes from certain death in the last days of the Third Reich. Kersten’s claims of being instrumental in saving Finland’s Jews from German hands may be exaggerated, but the Finnish government did use his services in the hope of influencing Himmler.
After the War, Kersten lived in West Germany and Sweden, taking Swedish citizenship in 1953. He died in Hamm, while visiting Germany, aged 61. Bron: Wikipedia.

Thury, Elisabeth. Kapo. (ursprünglich Milica von Vukobrankovics; Geboren 1. März 1894 in Wien; Gestorben 9. Juni 1973 ebenda) war eine österreichische Journalistin. Vukobrankovics wuchs als Tochter eines höheren Beamten serbischer Herkunft in Wien und Niederösterreich auf und wollte zunächst Lehrerin werden. Die Familienverhältnisse waren allerdings problematisch: Der adelsstolze Vater litt an der Syphilis, hatte Tobsuchtsanfälle und starb früh, die strebsame Tochter wurde zur eigenwilligen Einzelgängerin. Die ausgebildete Volks- und Bürgerschullehrerin schloss sich im Ersten Weltkrieg eng der Familie eines Landesschulinspektors an. Zu Ende des Ersten Weltkriegs (1918) wurde sie in einem Indizienprozess wegen versuchten Giftmordes angeklagt, allerdings nur der Verleumdung schuldig gesprochen und war bis Juli 1919 in Haft. Als Verlagsangestellte des Konegen-Verlages geriet sie wenig später neuerlich unter den Verdacht der Giftmischerei. In beiden Fällen war der vermeintliche Einsatz des Giftes ein vermutetes Beziehungsdelikt in Liebesverhältnissen mit verheirateten Männern. Sie war 1922-1923 in Untersuchungshaft und wurde im Dezember 1923 verurteilt. Ihr Prozess erweckte internationales Interesse, Auch Karl Kraus engagierte sich für die "unglückliche Frau". Vukobrankovics veröffentlichte 1924 das Buch "Weiberzelle 321" und schilderte darin ihre Hafterinnerungen. Anfang 1925 wurde sie begnadigt. Sie wandte sich in der Folge unter dem Pseudonym Elisabeth Thury dem Journalismus zu. Die Wiener Allgemeine Zeitung brachte unter anderem Thurys Berichte über den Wiener Justizpalastbrand (1927). Thury schrieb auch für sozialdemokratische Medien wie Die Unzufriedene und die Arbeiter-Zeitung. In der Periode des Austrofaschismus war sie für ausländische Medien und Agenturen, vor allem für United Press International tätig. Nach einem Bericht über die Rosenkranz-Demonstration (1938) wurde Thury ins Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Im Lager soll sie Menschen geholfen haben, doch gab es nach der NS-Zeit gelegentlich auch Kritik an ihrem Verhalten während des Dritten Reiches. Ab 1945 war Thury wieder als Journalistin tätig und beteiligte sich an der Gründung der Austria Presse Agentur. Die Doyenne des österreichischen Journalismus galt als Frau von hohem Einfluss. 2014 verfasste Susanne Ayoub für das österreichische Radio ein "Hörbild" über Elisabeth Thury ("Prinzessin Vukobrankovics. Die drei Leben der Elisabeth Thury"), welches mit dem Dr. Karl Renner Publizistikpreis ausgezeichnet wurde.

Oredeni, Benno. SS-arts.  Geboren 29. März 1918 in Hermannstadt; Gestorben 17. September 1948 in Hameln, war ein rumänischer Arzt und als Lagerarzt zuletzt im Rang eines SS-Untersturmführers im Frauen-KZ Ravensbrück tätig.
Am 25. Juni 1940 wurde er als Medizinstudent zum „Waffendienst für Deutschland“ gerufen und meldete sich freiwillig zur Waffen-SS (Nr. 379.245). Er wurde der 4. Panzer-Jäger-Abteilung zugeteilt und nahm am Russlandfeldzug teil. Im Herbst 1942 wurde er nach Berlin abkommandiert, um sein Studium zu beenden. Am 20. April 1944 promovierte er zum Dr. med.
Vom 26. April bis 21. Dezember 1944 war Orendi in das Frauen-KZ Ravensbrück abgeordnet, dort sollte er als Lagerarzt den ersten Teil seiner Assistentenjahre unter Leitung von Percival Treite verbringen. Er soll an Menschen Experimente zur Regenerierung von Knochen, Muskeln und Nerven durchgeführt haben, weiterhin wurden an Lagerinsassen Versuche gemacht, bei denen die Opfer mit Bakterien infiziert und dann antibiotisch behandelt wurden. Im November 1944 sei er Offiziersanwärter geworden, nach eigenen Aussagen erfolgte einen Monat später die Strafversetzung, der Grund hierfür ist bis heute nicht bekannt. Vor Gericht berief Orendi sich beim vierten der sieben Hamburger Ravensbrück-Prozesse auf seinen Treueeid gegenüber Adolf Hitler und den damit verbundenen „Befehlsnotstand“, er habe immer nur auf Anordnung anderer gehandelt und sei damit nicht verantwortlich für seine Taten. Die von ihm erhobene Behauptung, sich um das Wohl der Häftlinge gesorgt zu haben, wurde durch zahlreiche Zeugenaussagen widerlegt. Orendi wurde schuldig gesprochen und am 4. Juni 1948 zum Tode verurteilt. Am selben Tag erfolgte die Verlegung aus dem Gerichtsgefängnis Altona in das Zuchthaus Fuhlsbüttel. Von dort wurde er am 15. September 1948 ins Zuchthaus Hameln überstellt, wo am 17. September 1948 die Hinrichtung durch den Strang erfolgte. Bron: Wikipedia.

Hellinger, Martin Karl. SS-tandarts. Born 17 July 1904, date of death unknown, was a German Nazi dentist who in 1943 was assigned to work at the concentration camp for women at Ravensbrück, with the duty of removing dental gold from those killed at the camp. At the first Ravensbrück trial, beginning in 1946, he was sentenced to 15 years imprisonment. He was released in 1955 with funds to re-establish a dental practice. Details of his later life are unknown.
Hellinger joined the Schutzstaffel (SS) in 1933. He served at Sachsenhausen in 1941 and Flossenbürg concentration camp between 1941 and 1942. From spring of 1943 to 1944, he was at Ravensbrück when he was promoted to Hauptsturmführer.
Orders to gather irreparable gold teeth from living people and extract the gold from the mouths of corpses were given by the SS Reichsfürher Heinrich Himmler, on 23 September 1940. Just short of two years later, the collection of gold became enforced and systematic, as a consequence of the organisation of the Final Solution. Should the victim's family have requested the gold, the Reich's security service advised a reply as follows: ..... died in this camp, the corpse has been cremated on the....., which makes it impossible for us to send you back the dental gold. Hellinger was assigned to Ravensbrück, the camp for women, in 1943. He was one of four camp dentists along with Walter Sonntag The chief camp doctor was Karl Gebhardt. Dental provision at the camp was almost non-existent. Hellinger paid little attention to dental treatment and greater consideration of his role as an executive SS officer performing general duties alongside the other camp office members. Without attempting to prevent it, in one evening he presided over the execution of over fifty women who did not have any trial. His foremost duty was to remove and collect silver and gold teeth and fillings and tooth bridges to send on to Walther Funk, the President of the Reichsbank. After a medical officer had confirmed death and before any unauthorised removals could occur, Hellinger searched the mouths of the dead for gold. He was present at the executions of three British Special Operations Executive agents, Lilian Rolfe, Denise Bloch and Violette Szabo. The first Ravensbrück trial opened on 3 December 1946, six days before the Nazi doctors' trial in Nuremberg was opened by the United States. Sixteen members of the staff at Ravensbrück were tried by a mixed inter-allied court in the British zone between 5 December 1946 and 3 February 1947. All were found guilty, except one who died during the trial.[10] Eleven were sentenced to death. On arrival at the camp, Hellinger checked victim's teeth for gold that he could retrieve later. In a pre-trial statement, Hellinger acknowledged that his duty was to remove gold teeth from dead bodies. This, he did either by himself or delegated to one of the prisoner assistants. In addition, he would extract gold teeth from “just-executed prisoners”, having waited for them in the crematorium prior to the mass cremations. He claimed that he believed that the dead were legally executed. On 3 February 1947, a British military tribunal in Hamburg sentenced him to 15 years in prison. He was not of the opinion that he neglected his professional duties. The Federal Republic of Germany was founded in 1949, resulting in relaxed restrictions on the German courts. Further removal of restrictions occurred with the "Treaty of Transferral" between Germany and the United States, the UK and France on 5 May 1955. Hellinger was released from the British prison for war criminals in Werl on 14 May 1955 and re-established his dental practice with a special grant of 10,000 DM. He practiced for many years after. Bron: Wikipedia.

Trommer, Richard. SS-arts. Nach manchen Quellen Richard Hans Trommer; Geboren16. Juli 1910 in Münnerstadt, nach anderer Quelle 19. April 1911; Gestorben seit 1945 verschollen, am 21. November 1950 für tot erklärt) war ein deutscher KZ-Arzt und Hauptsturmführer der SS. Trommer war NSDAP-Mitglied von 1. Juli 1929 bis September 1931 (Austritts- bzw. Entlassungsgrund unklar) sowie erneut ab 1. Mai 1933. 1936 bestand er sein Staatsexamen in Medizin. Als Lagerarzt arbeitete er mindestens 1941 im KZ Flossenbürg, 1942-1943 im KZ Neuengamme sowie 1943-1945 im KZ Ravensbrück bei Fürstenberg/Havel. Seit 1945 ist Trommer verschollen. Es wird ein Suizid im Mai 1945 vermutet. Durch das Amtsgericht Bremerhaven wurde er am 21. November 1950 für tot erklärt. Damals mit ihm in Ravensbrück zusammenarbeitende Ärzte, u. a. Rolf Rosenthal, Percy Treite, Benno Orendi, Gerhard Schiedlausky, Walter Sonntag wurden in Hamburg (Ravensbrück-Prozesse) bzw. beim Nürnberger Ärzteprozess (Fritz Fischer, Karl Gebhardt, Herta Oberheuser) verurteilt.
Bron: Wikipedia.

Schröder, Gerda. SS-verpleegster. Eine Melbergerin als Krankenschwester im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück 1944-1945.

Huth
, Elfriede. SS-bewaakster. Geboren te Leipzig, 14 juli 1922, overleden te Willich,1 juli 2018, was een Duitse kampbewaakster van de SS in het concentratiekamp Ravensbrück tijdens de Tweede Wereldoorlog. Met een getrainde hond bewaakte ze in het jaar 1944 dit concentratiekamp voor vrouwen en in dat jaar vielen er zo'n 10.000 doden.
Na de oorlog emigreerde ze in 1959 naar de Verenigde Staten en trouwde daar met een Jood, Fred Rinkel. Ze wist al die jaren haar duistere verleden voor hem en anderen te verbergen, tot de dood van haar man in 2006, toen ze werd gevonden door de politie in haar huis in San Francisco. Het leek erop, dat ze haar leven had proberen te verbeteren door geld te schenken aan Joodse instellingen en door met een Jood te trouwen. Ze hadden zelfs een dubbelgraf besteld op de Joodse begraafplaats, waar ze later naast haar overleden echtgenoot zou worden begraven. Dit plan is verijdeld en ze werd in september 2006 de VS uitgezet en naar Duitsland overgevlogen, waar haar een proces te wachten stond wegens misdaden tegen de menselijkheid. Nadat ze enige tijd bij familie op een boerderij in het Rijnland had doorgebracht, verhuisde ze naar een bejaardentehuis in Willich, waar ze in juli 2018 stierf.

Pribill
, Franz. SS-er. Tijdens het Hamburgse proces verklaarde Dr. Treite dat aan het einde van april 1945 nog ongeveer 50 vrouwen door een nekschot vermoord waren. De executies werden voornamelijk uitgevoerd door de SS-mannen Pribil, Pfab, Schäfer en Conrad. Vóór het werk kregen ze goed te eten en werden ze met wijn en sterke drank in 'de goede stemming' gebracht. Desondanks was commandant Fritz Suhren over het werk van de SS-mannen niet helemaal tevreden. Tegenover SS-man Seitz had hij verklaard: "De vrouwen sterven te langzaam, bij de mannen gaat het sneller."

Pfab, Bernard. SS-er.

Schäfer, Heinrich. SS-er. Geboren 10. Juni 1907 in Essen; Gestorben nach 1949) war als SS-Unterscharführer in der Kantinenverwaltung der Lagerkommandantur des KZ Ravensbrück tätig. Heinrich Schäfer, von Beruf Maurer, war seit 1933 Mitglied der SS und ab Mai 1937 der NSDAP. Er wurde 1942 gemeinsam mit Arthur Conrad vom Ersatzbataillon der SS-Division Totenkopf aus Warschau nach Ravensbrück versetzt Ab März 1942 gehörte Schäfer zum Lagerpersonal des KZ Ravensbrück an und arbeitete in der Kantinenverwaltung der Lagerkommandantur. Er war Mitglied des  schießungskommandos. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste sich Schäfer für seine im KZ Ravensbrück begangenen Taten vor einem britischen Militärgericht im fünften der sieben Ravensbrück-Prozesse verantworten. Wegen der Teilnahme an der Tötung alliierter Häftlinge wurde Schäfer am 15. Juli 1948 zu zwei Jahren Haftstrafe verurteilt. Nach der Bestätigung des Urteils kam Schäfer am 10. August 1948 in Haft und wurde am 28. Oktober 1949 wegen „guter Führung“ aus der Haft entlassen. Über seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.

Laurenzen, Rosel. Laurenzen originally served as head of the labour pool at the camp (Arbeitdienstführerin) along with her assistant Gertrud Schoeber. In 1944 Greta Bösel took over this command.

Knoll, Käthe. Kapo. Verfahren Lfd.Nr.1587.Tatkomplex: NS-Gewaltverbrechen in Haftstätten.
Angeklagte: Ang., Katharina Henriette Sophie geb. Knoll 18 Jahre (gevangenisstraf).
Gerichtsentscheidungen: LG/BG Dresden 480705 Az.: StKs32/48 1.gr.11/48
Tatland: DDR. Tatort: HS KL Ravensbrück. Tatzeit: 39-45. Opfer: Häftlinge. Nationalität: unbekannt
Dienststelle: Haftstättenpersonal KL Ravensbrück.
Her married name (after the end of WW2) was "Angerer". Born 22 October 1912, Sülldorf/Krs Wanzleben.
She was already a prisoner (asoziale) at FKL Ravensbrück when recruited to the Lagerpolizei.

Potthast, Hedwig. Born5 February 1912, died 22 September 1994, was the private secretary and mistress of Reichsführer-SS Heinrich Himmler with whom she had two children. Born in 1912, Potthast began as Himmler's secretary in 1936 and by 1938 she was his lover. She resigned from her duties in 1941, and subsequently had two children with Himmler, a boy and a girl. After the war, Potthast married and lived the rest of her life outside the public eye. In post-war interviews, she refrained from answering questions about Himmler's involvement in war crimes committed by the Nazis and her own knowledge of them. She died in 1994. Hedwig Potthast was born on 5 February 1912 in Cologne, North Rhine-Westphalia as the daughter of a local businessman. After her final Abitur exams at secondary school, she trained as a secretary qualified in foreign languages. At the end of her training in 1928, Potthast worked in Koblenz. Through Kurt Baron von Schröder, one of the founders of the Freundeskreis der Wirtschaft ("Circle of Friends of the Economy"), she met Reichsführer-SS Heinrich Himmler.[1] In 1934, she was employed at Gestapo headquarters at Prinz-Albrecht-Strasse in Berlin. From early 1936 until early 1941, Potthast was Himmler's private secretary, and in this function was particularly responsible for Himmler's sponsorship and giving of awards.  Although married since 1928, SS chief Heinrich Himmler would go on to father two children with Potthast. Himmler and Potthast confessed their love for each other at Christmas time in 1938. At first they tried to keep it platonic, but they fell into an adulterous relationship. Himmler's wife since 1928 and mother of their daughter, Margarete Himmler, found out about Himmler's relationship with Potthast at some time in February 1941. She felt humiliated and bitter, and Potthast's parents rejected the extramarital relationship. Potthast first took up residence in Grunewald and from 1943 she lived in Brückentin, near the estate of Oswald Pohl, because she was a friend of his wife, Eleonore. Lina Heydrich, wife of Himmler's right-hand man Reinhard Heydrich, and Gerda Bormann, spouse of Martin Bormann, were also counted among her friends. Later she lived in Berchtesgaden, Bavaria. Potthast had two children with Himmler. Helge, a son born 15 February 1942 in the Hohenlychen Sanatorium, and Nanette-Dorothea, a daughter born 20 July 1944 in Berchtesgaden. That same year, Himmler borrowed 80,000 Reichmarks from the Nazi Party Chancellery and had a house built for Potthast near Berchtesgaden. Little is known about the overall relationship between Himmler and Potthast. The couple most likely saw each other only infrequently due to Himmler's activity in his numerous offices. Presumably, neither Potthast nor Himmler's wife were informed of his "secret work", his involvement in the Final Solution, the genocide of the Jews. Potthast's relationship with Himmler ended in early 1945, they met for the last time in mid-March 1945, after which they shared daily telephone calls until 19 April 1945.
When World War II in Europe ended, Potthast was in Achensee, Austria, and, after having learned of the death of Himmler on the radio on 23 May 1945, went into hiding, living temporarily with Eleonore Pohl in Rosenheim, Upper Bavaria. In June/July 1945, she was arrested there by members of the U.S. Army and interrogated for several days in Munich. Margarete and Himmler's daughter, Gudrun Burwitz, did not learn of her half-siblings until after the war. When she tried to make contact with them, Potthast refused. She lived in Theissendorf and kept in contact with the family of Himmler's older brother, Gebhard, as well as Himmler's former close confidant, Karl Wolff, until the 1950s.
Potthast later married and took her husband's name. Her son struggled with ailments throughout his life and stayed with her; her daughter became a physician. In a 1987 interview with former Der Spiegel editor Peter-Ferdinand Koch, Potthast remained silent about Himmler's responsibility for Nazi war crimes. She died on 22 September 1994, aged 82, in Baden-Baden, Baden-Württemberg. Bron: Wikipedia.

Potthast, Helge. Datum van Geboorte 15 februari 1942. Plaats van geboorte: Hohenlychen, Brandenburg, Germany (Duitsland). Overlijden: 2 augustus 2005.

Potthast, Nanette Dorothea. Arts. Datum van Geboorte 20 juli 1944 Plaats van geboorte: Berchtesgaden. Overlijden:
13 mei 2000. Nanette was a doctor in Northern Germany.

Fotopagina-7.
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22-02-2020