Ravensbrück, de daders-5.
Ramdohr, Ludig. Gestapo.  Geboren 15. September 1909 in Kassel; Gestorben 3. Mai 1947 in Hameln (hingerichtet), war ein deutscher Kriminalpolizist und als Kriminalsekretär Mitarbeiter der Politischen Abteilung im KZ Ravensbrück.
Ludwig Ramdohr absolvierte nach seiner bestandenen Schlosserlehre eine Ausbildung zum Polizeibeamten und arbeitete anschließend in diesem Beruf. 1937 trat der der NSDAP bei. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war er bei der Feldgendarmerie eingesetzt. Nach dem Abschluss einer einjährigen Weiterbildung zum Kriminalbeamten im Frühjahr 1941 wurde Ramdohr durch die Reichskriminalpolizei zunächst als Vernehmungsbeamter im Jugendkonzentrationslager Moringen und ab Juli 1942 in der Politischen Abteilung des KZ Ravensbrück eingesetzt. Unter den Häftlingen hatte Ramdohr einige Spitzel, die ihm zuarbeiteten, so auch Carmen Mory. Ramdohr war wegen seiner brutalen Verhörmethoden im Lager gefürchtet. Im Frühjahr 1945 wurde Ramdohr wegen der Misshandlung eines weiblichen polnischen Häftlings sowie dem unerlaubten Kontakt zu einem Häftling verhaftet und am 20. April 1945 von einem SS- und Polizeigericht in Berlin zu sechs Jahren Haftstrafe verurteilt. Rahmdohr soll die von Häftlingen erpressten (falschen) Geständnisse genutzt haben, um SS-Angehörige strafrechtlich verfolgen zu können. Zu seiner Rehabilitation wurde Ramdohr zu einem Bewährungsbataillon an die Front versetzt. Am 3. Mai 1945 wurde Ramdohr durch die US-Armee verhaftet und im ersten Ravensbrück-Prozess im Hamburger Curiohaus angeklagt. Während des Prozesses sagte Ramdohr über seine Vernehmungsmethoden aus:
„a) Es ist Tatsache, dass den Häftlingen in Untersuchungshaft die Kost verkürzt wurde.
b) Es ist sicher vorgekommen, dass Häftlinge stundenlang stehen mußten, ehe sie von mir zum Verhör vorgenommen wurden
c) Ich habe Häftlinge geprügelt.
d) Häftlinge bekamen ein Narkotikum eingespritzt, dasselbe, das für Operationen verwendet wurde, und wurden dann, nachdem sie in einem halbschlafähnlichen Zustand verfielen, verhört. […]
e) Ich fesselte Häftlingen die Hände auf den Rücken, ließ sie auf den Bauch auf einen Tisch legen, und zwar so, daß der Kopf über das eine Tischende hervorragte. Auf diese Seite wurde dann ein hoher Stuhl mit einer Schüssel, in der sich Wasser befand, gestellt. Ich nahm dann die Frauen bei den Haaren und tauchte das Gesicht in das Wasser.
f) Spitzelsystem: Ich hatte einige Häftlinge, die ständig für mich arbeiteten,
Ludwig Ramdohr wurde am 3. Februar 1947 zum Tode verurteilt. Trotz eines von ihm eingebrachten Gnadengesuches wurde das Todesurteil durch Hängen am 3. Mai 1947 vollstreckt.

Bingel, Rudolf. Siemens-Ravensbrück.  Geboren 2. Juni 1882 in Wiesbaden;  Gestorben 22. September 1945 im Speziallager Landsberg an der Warthe) war Vorstandsvorsitzender der Siemens-Schuckertwerke.
Sein Vater Christian Bingel (* 15. Februar 1850, † 26. Mai 1905) führte eine Gastwirtschaft und kam nach Wiesbaden aus Langschied im UnterTaunus. Seine Mutter Marie Diefenbach (1847-1924) stammte aus Laufenselden. Nach einer Ausbildung im Fach Elektromaschinenbau besuchte er von 1904 bis 1907 die Ingenieurschule in Bingen, die er mit der Graduierung zum Ingenieur abschloss. 1904 hatte er Frieda Joost, Tochter des Friseurs Karl Joost (1850-1904) und seiner Ehefrau Josefine Schmitt, geheiratet, wobei die Ehe kinderlos blieb. Seine erste Anstellung am 1. August 1907 bei den Rheinischen Siemens-Schuckert Werken führte ihn nach Mannheim. Nach der Ernennung zum Oberingenieur im Jahre 1909 spezialisierte er sich auf dem Gebiet des Baus von elektrobetriebenen Kränen und ihren Antrieben. Danach übertrug man ihm im Jahre 1913 die Leitung der Abteilung Industrie. Ein Jahr später erteilte man ihm Prokura und berief ihn zum Technischen Vorstand. In den folgenden Jahren durchlief er verschiedene Stationen der Firma und eignete sich entsprechende Kenntnisse an. So konnte er bald die Aufgaben eines Direktors übernehmen. Nach Berlin kam er am 1. Oktober 1924 als stellvertretendes Mitglied im Vorstand. Zu der Leitungsaufgabe in der Abteilung Industrie, die er mit Otto Krell führte, kam für ihn noch 1926 die Leitung der Abteilung Schiffbau hinzu. Im Jahre 1927 wurde er am 11. November als ordentliches Mitglied in den Vorstand von Siemens-Schuckert berufen. Die TH Braunschweig verlieh ihm 1929 den Titel eines Dr.-Ing. ehrenhalber. Die Ernennung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes erfolgte 1937. Zwei Jahre später übernahm er als Vorsitzender des Vorstandes im Jahre 1939 die Leitung der Firma. Offensichtlich hatten seine Charaktereigenschaften, Menschen zu führen und den Blick für das Wesentliche zu gewinnen, ihn zügig in diese Führungsposition befördert. Heute erinnert der Name „Bingelhaus“ des Gebäudes Werner-von-Siemens Str. 67, Erlangen, an Bingel. Passend zu Bingels ehemaligen Leistungsaufgaben befinden sich Abteilungen des Siemens Industriesektors im Gebäude. Der Beginn des Zweiten Weltkriegs führte schon wenig später zu ersten konkreten Kontakten mit der Wehrmacht auf dem Gebiet der Kriegswirtschaft. So nahm er am 18. Dezember 1939 an einem Treffen mit dem Chef des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) teil, zu dem Generalmajor Georg Thomas zu einem Vortrag über die einheitliche Führung der Rüstungswirtschaft geladen hatte.
Die Liste der geladenen Teilnehmer bezeugte den Rang der Bedeutung dieser Veranstaltung: Paul Pleiger (Reichswerke AG „Hermann Göring“), Walter Borbet (Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG), August Kotthaus (Carl Zeiss Jena), Bernhard Unholtz (Vereinigte Deutsche Metallwerke AG), Ewald Hecker (Ilseder Hütte AG), Martin Blank (Gutehoffnungshütte AG), Hermann Bücher (AEG), Heinrich Koppenberg (Junkers Flugzeug- und Motorenwerke), Hellmuth Roehnert (Rheinmetall-Borsig AG), Rudolf Siedersleben (Otto-Wolff-Konzern), Wilhelm Kissel (Daimler-Benz AG) und andere bedeutende Wirtschaftsführer. Bingel betonte in seiner Stellungnahme, dass die Elektroindustrie in der Rüstungswirtschaft eine Schlüsselstellung einnehmen würde. Jede Störung oder Verzögerung in diesem Bereich würde sich auf die anderen Industriefertigungen auswirken. Deshalb sei seine Ansicht, dass die kontinuierliche Auftragsvergabe und die Vereinheitlichung der Führung der Kriegswirtschaft für die Elektro-Industrie eine besondere Bedeutung habe. Dabei wies er auf die Haltung von Produktionsreserven hin. Denn ohne diese Reserven für die Möglichkeiten zum Ausgleich der Fertigung wäre so ein komplexer Apparat nicht aufrechtzuerhalten. Bingel wurde auch in den Bereich der Reichsgruppe Industrie (RI) berufen. In dieser Eigenschaft nahm er am 27. März 1940 an einem Treffen der RI teil, wo über das Verhältnis der RI zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition Fritz Todt gesprochen wurde. Anwesend waren zahlreiche Leiter und Geschäftsführer der Reichswirtschaftskammer, der RI und der verschiedenen Wirtschaftsgruppen, darunter Wilhelm Zangen (RI), Rudolf Stahl (RI), Albert Pietzsch (Reichswirtschaftskammer), Philipp Keßler (Fachgemeinschaft Eisen und Stahl), Helmut Roehnert und Walter Borbet. Bingel äußerte auf der Besprechung, dass er einen guten Eindruck von Todt aus einem Gespräch mit ihm gewonnen hätte. Dieser hätte keine vorgefassten Meinungen und würde einen „gesunden Menschenverstand“ besitzen. Bingel habe Todt sogenannte Patenschaften vorgeschlagen, unter denen man eine besondere Zusammenführung zwischen dem Generalunternehmertum und einer Arbeitsgemeinschaft verstehen würde. Bingels bedeutende Stellung in der deutschen Industrie und vor allem auch der Rüstungsindustrie weckte auch das Interesse der SS. So hatte er über Friedrich Kranefuß Kontakte zum Freundeskreis Reichsführer SS. Für diese Einrichtung konnte Bingel Spenden aufbringen. So notierte der Bankier Kurt von Schröder an Heinrich Himmler am 21. September 1943, dass Bingel eine Spende in Höhe von 100.000 Reichsmark auf das Sonderkonto „S“ überwiesen habe. Im Nürnberger Prozess gab der Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS-WVHA), Oswald Pohl, in einer eidesstattlichen Erklärung vom 5. August 1946 an, dass er Bingel persönlich aus seiner Amtstätigkeit kennen würde. Dabei führte er aus, dass Bingel mit SS-Obergruppenführer Richard Glücks, der Leiter der Amtsgruppe D im SS-WVHA war, Verhandlungen über den Einsatz von Häftlingen geführt habe. Bingel wurde in Berlin 1945 von Russischen Truppen verhaftet und in das Speziallager Ketschendorf transportiert. Danach kam er nach Landsberg an der Warthe, wo er im September 1945 verstarb.

Lombacher, Richard. Siemens-Ravensbrück.

Grade, Otto. Siemens-Ravensbrück. 

Gallinat
, Margarethe. SS bewaakster. Born 1894, date of death unknown) was the chief supervisor at Kamp Vught, Netherlands. She later became a supervisor at Ravensbrück concentration camp. Gallinat was born in 1894 in East Prussian Puntigam. In April 1940, Gallinat read a newspaper ad for Aufseherin and decided to apply. Two months later she started in Ravensbrück, where she worked until the summer of 1943, eventually becoming deputy Oberaufseherin. During the summer of 1943, Gallinat was moved as SS-Oberaufseherin to the Vught concentration camp in the Netherlands

Bräuning, Edmund. SS adjudant. Geboren 2. Juli 1905 in Naumburg; gilt seit Frühjahr 1945 als verschollen, war ein deutscher SS-Obersturmführer und Adjutant des Lagerkommandanten in den Konzentrationslagern Neuengamme, Ravensbrück und Auschwitz. Edmund Bräuning, gelernter Kaufmann, war zweimal verheiratet und hatte mindestens sechs Kinder. Er trat im Dezember 1932 der SS (Mitgliedsnr. 66.975) und Anfang April 1933 der NSDAP (Mitgliedsnummer 1.568.392) bei. Im November 1940 wurde er Adjutant des Lagerkommandanten im KZ Neuengamme. Anfang November 1941 wechselte er in das KZ Auschwitz, wo er unter Rudolf Höss ebenfalls als Adjutant bis Anfang Juli 1942 tätig war. Zudem nahm er dort auch die Aufgaben eines Gerichtsoffiziers wahr. Von Juli 1943 bis Ende Dezember 1944 war Bräuning in Personalunion erster Schutzhaftlagerführer und Adjutant des Lagerkommandanten Fritz Suhren im KZ Ravensbrück. Dort soll er eine Liebesbeziehung mit der Oberaufseherin Dorothea Binz eingegangen sein und war unter anderem für die Dienstverpflichtung von Fabrikarbeiterinnen für die Tätigkeit als KZ-Aufseherin verantwortlich. Ab Anfang Januar 1945 übernahm er die Leitung des Buchenwalder Nebenlagers Ohrdruf bis zu der Befreiung des Lagers Anfang April 1945. Dort war er hauptverantwortlich für die über 3000 toten Häftlinge auf dem Lagergelände und die über 60 marschunfähigen Häftlinge, die während der Evakuierung des Lagers von der Lagermannschaft ermordet wurden. Bräuning gilt seit dem Kriegsende als vermisst.

Glücks, Richard. SS officer. Born April 1889, died 10 May 1945, was a high-ranking German Nazi official in the SS. From November 1939 until the end of World War II, he was Concentration Camps Inspector (CCI), which became Amt D: Konzentrationslagerwesen under the WVHA in Nazi Germany. As a direct subordinate of Heinrich Himmler, he was responsible for the forced labour of the camp inmates, and was also the supervisor for the medical practices in the camps, ranging from human experimentation to the implementation of the "Final Solution", in particular the mass murder of inmates with Zyklon-B gas. After Germany capitulated, Glücks committed suicide by swallowing a potassium cyanide capsule. Glücks was born 1889, in Odenkirchen (now part of Mönchengladbach) in the Rhineland. Having completed gymnasium in Düsseldorf, he worked in his father's business, a fire insurance agency. In 1909, Glücks joined the army for one year as a volunteer, serving in the artillery. In 1913, he was in England, and later moved to Argentina as a trader. When World War I broke out, Glücks returned to Germany under a false identity on a Norwegian ship in January 1915 and joined the army again. During the war, he eventually became the commander of an artillery unit and was awarded the Iron Cross I and II. Glücks fought at the Battle of Verdun and the Battle of the Somme. After the war, he became a liaison officer between the German forces and the Military Inter-Allied Commission of Control, the allied body for controlling the restrictions placed upon Germany in the Treaty of Versailles regarding re-armament and strength of their armed forces. Until 1924, he stayed in that position, before joining the staff of the 6th Prussian Division. He also served in the Freikorps. Concentration Camp Inspector Theodor Eicke to whom Glücks was chief of staff Glücks joined the NSDAP in 1930 and two years later, the SS. From 6 September 1933 to 20 June 1935 he was a member of the staff of the SS-Group "West" and rose to the rank of an SS-Sturmbannführer. While lacking in charisma, historian Nikolaus Wachsmann claims Glücks possessed an "abundance of ideological commitment." On 1 April 1936 he became the chief of staff to Theodor Eicke, who was then Concentration Camps Inspector and head of the SS-Wachverbände.
When Eicke became field commander of the SS Division Totenkopf during the summer of 1939, Glücks was promoted by Himmler on 15 November 1939 as Eicke's successor to the post of Concentration Camps Inspector. As the Concentration Camps Inspector, Glücks was directly subordinate to Himmler-as Eicke had been-but, in contrast with the warm relation between Himmler and the older Eicke, Glücks only rarely met with Himmler, who promoted him not for his leadership competencies but for his ability to "provide the administrative continuity" with Eicke's policies. Less a reflection of Glücks's energy and aptitude, his rise in power was more about Eicke's ineffectual managerial skill, according to historian Michael Thad Allen. Glücks made few changes once taking over, leaving the organizational structure intact as Eicke had set it up; the same uncompromising rigidity was carried out at the camps-there was no rehabilitation and no effort to exploit the working potential of inmates. Because Glücks never served inside a concentration camp, some senior camp members were suspicious and considered him nothing more than a desk-side bureaucrat. In terms of his leadership style, he preferred men of action and allowed them some autonomy in operating their respective camps. Historian Robert Lewis Koehl described Glücks as "unimaginative, lacking in energy if not lazy," and even "unperceptive," which may account to some extent for his hands-off approach. The T-building in Sachsenhausen concentration camp, home of the Concentration Camps Inspectorate from 1938 Glücks's responsibilities at first mainly covered the use of concentration camp inmates for forced labour. In this phase, he urged camp commandants to lower the death rate in the camps, as it went counter to the economic objectives his department was to fulfill. Other orders of his were to ask for the inmates to be made to work continuously. At the same time, it was Glücks who recommended on 21 February 1940, Auschwitz, a former Austrian cavalry barracks, as a suitable site for a new concentration camp to Himmler and Reinhard Heydrich. Glücks accompanied Himmler and several chief directors of I.G. Farben on 1 March 1941 for a visit to Auschwitz, where it was decided that the camp would be expanded to accommodate up to 30,000 prisoners, an additional camp would be established at nearby Birkenau capable of housing 100,000 POWs, and that a factory would be constructed in proximity with the camp prisoners placed at I.G. Farben's disposal. On 20 April 1941 Glücks was promoted to the rank of an SS-Brigadeführer and in November 1943, Glücks was made SS-Gruppenführer and a Generalleutnant of the Waffen-SS. From 1942 on, Glücks was increasingly involved in the implementation of the "Final Solution", along with Oswald Pohl. To oversee the coordination of camp related activities, which varied from the medical concerns of personnel and prisoners, the status of construction projects, and the progress of extermination operations, Glücks, along with other senior SS camp managers, attended weekly meetings conducted by Pohl. Glücks never attempted to outshine his superior and was quite aware of his subordination to Pohl. Just a few days after the Wannsee Conference in January 1942, Himmler ordered Glücks to prepare the camps for the immediate arrival of 100,000 Jewish men and 50,000 women being evacuated from the Reich as labourers in lieu of the diminishing availability of Russian prisoners. In February 1942, the CCI became "Amt D" of the Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS Economic and Administrative Department; WVHA) under SS-Obergruppenführer Oswald Pohl. Glücks continued to manage the camp administration until the end of the war. Therefore, the entire concentration camp system was placed under the authority of the WVHA with the Inspector of Concentration Camps now a subordinate to the Chief of the WVHA. By March 1942, Glücks was routinely receiving direct instructions from the head engineer and SS-General Hans Kammler, to meet the productivity demands of SS engineers.
In July 1942, he participated in a planning meeting with Himmler on the topic of medical experiments on camp inmates. From several visits to the Auschwitz concentration camps, Glücks was well aware of the mass murders and other atrocities committed there. Correspondingly, Auschwitz Kommandant Rudolf Höss routinely informed Glücks on the status of the extermination activities. During one of his inspection-tour visits to Auschwitz in 1943, Glücks complained about the unfavorable location of the crematoria since all types of people would be able to "gaze" at the structures. Responding to this observation, Höss ordered a row of trees planted between Crematorias I and II. When visits from high officials from the Reich or the Nazi Party took place, the administration was instructed by Glücks to avoid showing the crematorias to them; if questions arose about smoke coming from the chimneys, the installation personnel were to tell the visitors that corpses were being burned as a result of epidemics. Sometime in December 1942, after discovering 70,000 out of 136,000 incoming prisoners had died almost as fast as they arrived, he issued a directive to the camp doctors, which stated, "The best camp doctor in a concentration camp is that doctor who holds the work capacity among inmates at its highest possible level...Toward this end it is necessary that the camp doctors take a personal interest and appear on location at work sites." Before the death marches of early 1945 started, Glücks reiterated a directive from July 1944, which emphasized to camp commanders that during "emergency situations," they were to follow the instructions of the regional HSSPF (Höherer SS- und Polizeiführer) commanders. Between 250,000 to 400,000 additional lives were lost as a result of these death marches. According to historian Leni Yahil, Glücks was "the RSHA man responsible for the entire network of concentration camps" and his authority extended to the largest and most infamous of them all, Auschwitz. From what historian Martin Broszat relates, nearly all the important matters concerning the concentration camps were "decided directly between the Inspector of Concentration Camps and the Reichsführer-SS." In January 1945, Glücks was decorated for his contributions to the Reich in managing the fifteen largest camps and the five-hundred satellite camps which employed upwards of 40,000 members of the SS. Glücks' role in the Holocaust "cannot be over-emphasized" as he, together with Pohl, oversaw the entire Nazi camp system and the persecution network it represented. A can of Zyklon B with adsorbent granules and original signed documents detailing ordering of Zyklon B as "materials for Jewish resettlement" (on display at Auschwitz concentration camp museum). When the WVHA offices in Berlin were destroyed by Allied bombing on 16 April 1945, the WVHA was moved to Born on Darß in Pomerania on the Baltic sea. Owing to the advances of the Red Army forces, Glücks and his wife fled to Flensburg. After the capitulation of Germany, he is believed to have committed suicide on 10 May 1945 by swallowing a capsule of potassium cyanide at the Mürwik naval base in Flensburg-Mürwik, although the lack of official records or photos gave rise to speculation about his ultimate fate. There is suspicion that Jewish avengers may have killed Glücks for his role in the Final Solution.
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19-02-2020