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Hauptb. Nr. 43/1
nr. 566 ITS 288
887 Rostek, Konrad, geb. 12.1.02 Bialo, gest. 7.3.43, erhängt beig. Marzahn (Schlosser).
1334 Salkowa, Emilie, geb. 16.10.17 Prag, gest. 5.4.43 Inere Verletzungen, beig. St. Hedw. Frdh. (Arb.).
1494 Sas, Antoni, geb.12.12.02 Nowa-Wies, gest. 21.4.43 Lungen-Tbc, beig. Marzahn (Mauer).
1697 Sas, Pieter, geb. 3.10.05 Vlaardingen, gest. 10.5.43 Lungenentz. Beig. Herz-Jesu-Friedh. (Arb.)
1223 Suszynski, Viktor, geb. 29.3.05 Mikulince, gest. 27.3.43 Schädel u. Gehirnverl. beig, Marzahn (Arb.).
260 Senic, Michal, geb. 30.1.91 Pielozymka, gest. 22.1.43 krafteverf. beig. Marzahn (Arb.).
1332 Siauguc, Joseph, geb. 13.1.90 Clermont-Ferrand, gest. 7.4.43 Hirnblutung, beig. St.Hedw. Frdh. (Arb.).
2991 Sintschuk, Woldemar, geb. 10.2.25 Wolka Ichelwerck, gest.16.6.43 Methylalk. Vergift, beig. Marzahn (Arb.)
??? Sopka, Iwan, geb. 5.1.11 Hwinka, gest. 20.1.43 Schädelbr. beig. Marzahn (Arb.)
1452 Schapoloalow, Prokofij, geb. 7.8.96 Schibekno, gest. 16.4.43 erhängt, beig. Marzahn (Arb.).
1038 Scheepen, Johannes van, geb. 22.10.1888 Den Haag, gest. 15.3.43 Lungenödem, beig. St.Hedw. Frdh. (Arb.).
1495 Schmitt, Alphonse, geb. 12.5.88 Belfort, gest. 18.4.43 ertrunken, beig. Henningsdorf.
2011 Schrama, Edmund, geb. 17.9.17 Ostrowo, gest. 13.6.43 Tbc, beig.Marzahn (Schauspieler).
882 Schtscherbe, Lutschak, geb. 29.5.20 Sawoi, gest. 1.3.43 Fliegerb. beig. Schönberg- Bez.Verw. (Arb.).
454 Schukenko, Anna, 1927 geb.i.Wil.Klutschy, gest. 5.2.43 Fenstersturz, beig. Marzahn.
1352 Studnik, Anton, geb. 2.7.67 Hostonice, gest. 8.4.43 Herz & Krsl. Schw, beig. Marzahn (Hentn.).
1??8 Stevanovei c, Jarko, geb. 7.7.20 Leskovas, gest. 26.5.43 Körperzerstück, beig. Herz-Jesu Frdh. (Arb.).
1969 Stijkel, Johann, geb. 8.10.11 Rotterdam, gest. 4.6.43 erschossen, beig. Döberitz.
1894 Stranz, Mathilde, geb. 23.7.63 Podrzernie, gest. 28.5.43 Herzschlag, Feurerbest.
1789 Porporkowa, Marion, geb. 1917 Sasulge, gest. 15.5.43 erhängt, beig. Marzahn (Arbeiterin).
1920 Mournardre, Marcel, geb. 28.3.12 Samwis, gest. 27.5.43, beig. Herz-Jesu-Frdh. (Schlosser).
756 Velde, Willem van der, geb. 3.3.13 Amsterdam, gest. 1.3.43 Fliegerb. beig. Tempelhof, Arb.
164 Verschoore, Konstant, geb. 18.4.86 Cortrijk, gest. 17.1.43 Herzm.Schw. beig. Marzahn.
1432 Wild, Josef, geb. 2.8.01 Reckyzan, gest. 10.4.43 Geh. Erweich. beig. Mazahn (Tischl.).
335 Wachowak?, August, geb. 4.4.86 Schuchginn, gest. 21.1.43 Blutsturz, beig. Marzahn (Schneid.).
1036 Wadein, Viktor, geb. 20.6.26 Lajorekaja, gest. 16.3.43 Darm und Lungentbc, beig. Marzahn (Arb.)
377 Walbreest, Fernand, geb. 26.1.20 Agimont, gest. 2.2.43 erschossen, beig. Döberitz (Student).
1704 Walopik, Anatoli, geb. 16.7.26 Overnaja, gest. 12.5.43 Lungentbc, beig. Marzahn (Arb.).
29 Wisniewski, Jerzy, geb. 18.6.20 Wishertowo, gest. 2.1.43 Herzschlag, beig. Marzahn (Arb.).
1459 Wulfert, Jan, geb. 14.2.20 Amsterdam, gest.16.4.43 Schlafm. vergift, beig. Lückstr.
70 Wychytilowe, Franziska, geb. 5.3.03 Orlice, gest. 6.1.43 Tablettenverg. beig. Marzahn (Arb.).
67 Ziolkowski, Josef, geb. 12.9.95 Zdunska Sole, gest. 2.1.43 Kräftev. beig. Marzahn (Weber).
Hauptb. Nr. 43/2
3440 Aacaso, Henri, geb. 3.3.07 Pau, gest. 13.11.43 Zellengew.Entz. beig. Döberitz.
5?96 Bogusz, Alois, geb. 21.6.99 Pystrisyca, gest. 15.11.43 verg.Sanitäter, beig. Marzahn (Sanit.).
2674 Bomaire, Roland, geb. 15.9.24 Tremonszey, gest.5.8.43 bauchschuss, beig Herz-Jesu-Frdh. (Bäcker).
4178 Bryzuk, Jan, geb. 14.7.21 Nedjan, gest. 23.11.43 Bombenw.beig. Sion Frdh. (Arb.).
4860 Buffet, Marcel, geb. 16.1.21 Tigy-Loiret, gest. 31.12.43 ertrunken, beig. in Döberitz (Arb.).
3361 Cronie, Emil de, geb. 26.1.25 Borgerhout, gest. 26.9.43 Rippenfellentz. Beig. Herz-Jesu-Frdh. (Mauer).
3471 Dynie, Michael, geb. 17.9 14 Lysa Gora, gest. 9.10.43 LungenTbc, beig. Marzahn (Arb).
2427 Elst, Josef van der, 25.12.19 Liedekerke, gest. 26.7.43 Verbrennung, beig. Herz-Jesu Frdh. (Arb.)
2879 Guégau, Bertrand, geb. 5.9.92Brest, gest. 28.8.43 erhängt, beig. Marzahn (Schriftst.).
4283 Loban?w, Pjotr, geb. 1885 Rilsk, gest. 4-12-43 Malaria, beig. Pius-Frdh. (Arb.).
46?? Macorin, Renato, geb. 16.11.04, gest. 16.12.43 Kreisl. Schw. beig. d.Arb.Amt. Zehlendorf.
2577 Music, Agon, geb. 20.3.14 Vlosemice, gest. 1.8.43 ertrunken, beig. Herz-Jesu-Frdh. (Arb.).
4505 Nunen, José, geb. 16.10.98 Sabachetras, gest. 3.12.43 Unf. beig. d.Arb.Amt. Spandau (Arb.).
4314 Petrusewcz, Jan, geb. 9.5.24 Nedjan, gest. 22.11.43 Bombenabw. beig. Zion-Frdh.
3358 Pezzanelli, Giovanna, geb. 3.4.22 Dolb, gest. 25.9.43 erhängt, beig. St.Hedw. Frdh. (Hausangest.).
3397 Pyon, Antonie, geb. 16.7.98 Gudegnom, gest. 29.9.43 Phosphor Vergiftung, beig. Herz-Jesu Frdh.
3748 Haas, Hermanus de, geb. 9.2.20 Amsterdam, gest. 21.10.43 Bauchsch. beig. Herz-Jesu-Friedh.
3643 Heucheroth, Johannes, geb. 4.11.02 Amsterdam, gest. 24.10.43 Sepsis, beig. Marzahn (Arb.).
2627 Humbert, Raymond, geb. 5.4.25 Giromagny, gest. 4.8.43 erschossen, beig. Herz-Jesu Frdh. (Bäcker).
Source: Arolsen Archives.
Marzahn-Berlin.
1936
Für Sinti und Roma wird nördlich des Friedhofes am Wiesenburger Weg in Marzahn ein Zwangslager errichtet. Die meisten Festgesetzten werden nach Auschwitz oder Bergen-Belsen deportiert, nur wenige überleben.
1940-1942
Das Unternehmen Hasse & Wrede errichtet in Bürcknersfelde einen Werksneubau. Auf dem Gelände befinden sich auch zwei Zwangsarbeiterlager.
1945
Am 21. April erreichen die sowjetischen Truppen Marzahn.
Marzahns Eingemeindung nach Berlin
Marzahn wurde am 1. Oktober 1920 mit zu Groß-Berlin eingemeindet und dem Bezirk Lichtenberg zugeordnet.
„Zigeunerlager“ Marzahn
Wachmannschaft des „Zigeunerlagers Berlin-Marzahn“
? Hauptartikel: Zwangslager Berlin-Marzahn
Im Jahr 1936 wurde ein Arbeitslager für „Zigeuner“ errichtet, Hitlers erstes Lager für „Fremdrassige“. Diese Aktion stand im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Olympischen Spiele. Das Lager wurde nördlich des Städtischen Friedhofs Marzahn am Wiesenburger Weg aufgebaut. Am 16. Juli 1936 wurden hier nach einer landesweiten Verhaftungsaktion 600 Personen interniert. In der Folgezeit entwickelte es sich zum größten Zigeunerlager Deutschlands.
Die Häftlinge waren unter völlig unzureichenden Bedingungen in ausrangierten Wohnwagen des Arbeitsdienstes untergebracht. Die hygienischen Zustände im kurzfristig aufgebauten Lager waren katastrophal. Die Insassen wurden von preußischer Schutzpolizei bewacht und in Zusammenarbeit mit dem Reichsgesundheitsamt anthropometrisch erfasst. Ab 1939 wurden sie zur Zwangsarbeit in den Außenlagern des KZ Sachsenhausen oder für Straßenarbeiten in Berlin eingesetzt. Die meisten der schätzungsweise bis zu 2000 Internierten wurden 1943 in die Konzentrationslager Auschwitz oder Bergen-Belsen deportiert, sodass nur wenige überlebten.
Weitere Zwangsarbeiter im Einsatz und Hilfsmaßnahmen durch Marzahner Bürger
Von 1940 bis 1942 errichtete das Unternehmen Hasse & Wrede im Marzahner Ortsteil Bürknersfelde einen Werksneubau. Dazu kamen auf diesem Gelände zwei Lager für Zwangsarbeiter. Im Widerstand war hier auch eine kleine, erfolgreiche kommunistische Zelle tätig.
Die örtlichen Bauern beschäftigten ebenfalls zahlreiche ausländische Zwangsarbeiter, um die im Kriegseinsatz befindlichen deutschen Arbeitskräfte zu ersetzen.
Zwischen 1943 und April 1945 versteckten der Spediteur Erich Scheffler und seine Frau Charlotte in ihrem Wohnhaus mehrere jüdische Bürger und retteten ihnen so das Leben.
Luftangriffe
Am 30. März 1943 erfolgte ein schwerer Luftangriff. Es wurden mehrere Häuser zerstört, in Marzahn wurden fünf Menschen getötet.
Besetzung durch die Rote Armee
Im Kampf um Berlin überschritt die 5. Stoßarmee am 21. April 1945 als erste sowjetische Einheit in Marzahn die Stadtgrenze. Ihrem Befehlshaber, Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin, fiel damit nach russischer Militärtradition das Amt des Stadtkommandanten zu. An diesen Tag erinnert ein Giebelbild an der Landsberger Allee.
Der Bauer Erwin Gensler wurde von den sowjetischen Kriegsbevollmächtigten als Bürgermeister eingesetzt.
Marzahn nach 1945
Seit 1945 gehörte Marzahn zum Sowjetischen Sektor des in vier Sektoren aufgeteilten Berlins und somit nach der Verfestigung des Ost-West-Konflikts bis 1990 zu Ost-Berlin als Hauptstadt der DDR.
Am 30. Oktober 1945 erließ die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) den Befehl (SMAD-Befehl Nr. 124), die Maschinenbaufirma Hasse & Wrede zu sequestrieren. Bis 1946 wurde der Betrieb vollständig demontiert. Im November 1947 wurde das Unternehmen der Deutschen Treuhandverwaltung unterstellt und produzierte nach Aufräumarbeiten Drehmaschinen. Im Februar 1950 wurde aus Hasse & Wrede der VEB Berliner Drehautomaten (später entstand durch Zusammenlegung mit dem VEB Berliner Werkzeugmaschinenfabrik der VEB Berliner Werkzeugmaschinenfabrik Marzahn [BWF]).
Bron: Wikipedia.



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Kaart Berlin-Tegel 1946.